Sci fi oder schon Real?
„Stell dir vor, deine Regierung oder die Polizei würden von dir verlangen, dass du die ganze Zeit ein Kästchen mit dir herumträgst, das permanent meldet, wo du bist und was du gerade tust. Den Finger würdest du ihnen zeigen! Die Datenoligarchen dieser Welt hingegen bezahlst du auch noch dafür, dass sie dich ausspionieren. Das ist die hohe Kunst der Überwachung! Darf ich dir bitte mein Geld dafür geben, dass du mich ortest und meine Daten weiterverwertest? Von denen können die Geheimdienste dieser Erde echt noch etwas lernen!“
Zero im Roman Zero von Marc Elsberg
Nachdem ich selbst mich schon vor über einem Jahr von einigen dieser Daten sammelnden Großkonzernen abgewendet habe, hat mir K2 den Roman Zero von Marc Elsberg geschenkt. Hätte ich gewusst, wie spannend die Geschichte geschrieben ist, hätte dieses Buch mit Sicherheit nicht über ein halbes Jahr auf seinen Einsatz gewartet!
Doch meine Lesezeit ist zugegebenermaßen etwas beschränkt, da muss ein Buch auch mal warten. Dieses hat es nicht verdient! Dieser Roman hat es verdient, sofort verschlungen zu werden. Man / frau wird in das heutige London entführt, kommt sich aber vor, wie in einem Zukunftsroman.
Marc Elsberg weist in seinem Vorwort explizit darauf hin, dass die Handlung fiktiv ist, die beschriebenen Technologien aber schon seit langem existieren und angewendet werden.
Eigentlich sollte jeder, der sagt: „Ach meine Daten… Ich hab doch nichts zu verbergen!“ diesen Roman einmal lesen. Bereits auf den ersten Seiten wird deutlich, wie manipulativ diese gesammelten Daten eingesetzt werden.
Mit einem Wort GRUSELIG!